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    Rechtsanwalt Immobilienrecht Wien - Mietrecht und Wohnungseigentum

    Immobilienanwalt in Wien

    Ihr Rechtsanwalt für Immobilienrecht in Wien

    Mietrecht, Wohnungseigentum, Grundbuch und Liegenschaftsrecht – Beratung und Vertretung in Wien und österreichweit

    • Mitglied der Rechtsanwaltskammer Wien
    • Kanzlei in 1190 Wien
    • Vertretung in ganz Österreich
    • Beratung auch per Video oder Telefon

    Verfasst von , Rechtsanwalt in WienZuletzt aktualisiert:

    Erste Schritte

    Immobilienrecht – was tun?

    Bei Konflikten rund um Miete, Wohnungseigentum oder Liegenschaften sind der dokumentierte Zustand und schriftliche Erklärungen besonders wichtig.

    1. Sichern Sie Verträge, Übergabeprotokolle, Grundbuchsunterlagen, Vorschreibungen, E-Mails und sonstige Vereinbarungen.

    2. Bei Mängeln oder Streitigkeiten sollte der bestehende Zustand dokumentiert werden, bevor Veränderungen vorgenommen werden.

    3. Wesentliche Erklärungen gegenüber Vermieter, Mieter, Hausverwaltung, Wohnungseigentümergemeinschaft oder Vertragspartner sollten schriftlich erfolgen.

    4. Bei größeren finanziellen Auswirkungen empfiehlt sich eine rechtliche Prüfung, bevor Kündigungen, Anerkenntnisse oder sonstige verbindliche Erklärungen abgegeben werden.

    • Kauf & Verkauf
    • Mietrecht & WEG
    • Grundbuch

    Was passiert beim Erstgespräch?

    • Prüfung Ihrer Unterlagen

      Detaillierte Analyse Ihrer Dokumente und Ansprüche

    • Einschätzung der Erfolgsaussichten

      Realistische Bewertung Ihrer rechtlichen Position

    • Transparente Honorarvereinbarung

      Klare Kostenübersicht vor Mandatsübernahme

    Kauf & Verkauf

    Ich berate und vertrete beim Kauf und Verkauf von Grundstücken, Wohn- und Gewerbeimmobilien – auf Käufer- wie auf Verkäuferseite.

    Mehr zum Kaufvertrag →

    Mietrecht & Pachtrecht

    Prüfung und Gestaltung von Verträgen, Betriebskostenabrechnungen und Beendigungen von Mietverhältnissen sowie Vertretung von Mietern und Vermietern.

    Wohnungseigentum (WEG)

    Ich habe mehrere Wohnungseigentumsbegründungen begleitet und vertrete in Verfahren nach dem WEG 2002, etwa bei der Anfechtung von Eigentümerbeschlüssen. Die Frist richtet sich nach dem Anfechtungsgrund und der Art des Beschlusses.

    Grundbuch & Liegenschaftsrecht

    Ich prüfe Grundbuchstand, Belastungen und Dienstbarkeiten und übernehme die grundbücherliche Durchführung von Liegenschaftstransaktionen.

    Honorarverrechnung

    Für weiterführende Informationen zur Honorarverrechnung lesen Sie unseren Artikel über die Methoden zur Verrechnung.

    Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, prüfen wir, bevor wir für Sie tätig werden, ob Ihr Rechtsschutzversicherungsvertrag auch über den notwendigen Deckungsbaustein verfügt. Nach erfolgter Deckungszusage verrechnen wir soweit möglich gerne direkt mit Ihrem Rechtsschutzversicherer.

    Immobilienkauf: rechtliche Einordnung im Überblick

    Teilbereich des Immobilienrechts

    Der Erwerb einer Liegenschaft ist einer von mehreren Bereichen des Immobilienrechts – neben Mietrecht, Wohnungseigentum und Grundbuchsangelegenheiten. Bei einem Immobilienkauf sollte der Kaufvertrag vor Unterfertigung rechtlich geprüft werden; Vertragserrichtung, Treuhandabwicklung und grundbücherliche Durchführung behandle ich ausführlich auf der eigenen Seite dazu.

    Typische Risiken sind in der Praxis vor allem einseitige Gewährleistungsausschlüsse, unklare Übergabe- und Fälligkeitsregelungen, nicht gelöschte Pfandrechte oder Dienstbarkeiten sowie Abweichungen zwischen Exposé und tatsächlichem Zustand. Wie diese Punkte im Vertrag abgesichert werden, ist Gegenstand der rechtlichen Prüfung des Immobilienkaufvertrags.

    Typische Konfliktfelder im Immobilienrecht

    Streitigkeiten entstehen erfahrungsgemäß bei mangelhafter Übergabe, verdeckten Mängeln, Feuchtigkeitsschäden, Abweichungen von der vereinbarten Beschaffenheit, Flächenangaben, fehlenden Genehmigungen oder unklaren Nutzungsrechten – ebenso im Verhältnis zwischen Miteigentümern, Mietern und Hausverwaltung.

    Beratung in Wien und österreichweit

    Kanzleisitz ist Wien-Döbling. Ich begleite Mandanten österreichweit von der Erstprüfung über die Vertragsverhandlung bis zur grundbücherlichen Durchführung. Bei einem typischen entgeltlichen Immobilienkauf beträgt die Grunderwerbsteuer grundsätzlich 3,5 % der Gegenleistung, mindestens des Grundstückswerts. Für andere Erwerbsvorgänge können andere Bemessungsgrundlagen und Tarife gelten. Die Eigentumseintragungsgebühr beträgt grundsätzlich 1,1 % ihrer gesetzlichen Bemessungsgrundlage. Zu den vertraglichen Details siehe Kaufvertrag beim Immobilienkauf.

    Mietrecht: Anwendbarkeit des MRG

    Im Mietrecht ist zunächst zu klären, ob das MRG voll, nur teilweise oder gar nicht anwendbar ist. Davon hängen Mietzinsbildung (Richtwertmietzins) und Kündigungsschutz ab. Für bestimmte Anträge nach § 37 MRG ist in Wien zunächst die Schlichtungsstelle zuständig. Ob ein Antrag dort oder unmittelbar bei Gericht einzubringen ist, hängt vom Anspruch ab. Kündigungs- und Räumungsverfahren sind davon zu unterscheiden. Bei der Vermittlung von Wohnungsmietverträgen gilt seit 1.7.2023 das Bestellerprinzip: Die Maklerprovision trägt grundsätzlich der Auftraggeber, in der Regel der Vermieter.

    Im Immobilien- und Liegenschaftsrecht sind hohe Streitwerte bei Prozessführung keine Seltenheit. Eine kostenbewusste Verfahrensführung liegt daher meist im Interesse der Mandanten.

    Due Diligence

    Grundbuchprüfung und rechtliche Due Diligence

    Vor jedem Immobilienkauf in Österreich ist eine gründliche Grundbuchprüfung erforderlich. Das österreichische Grundbuch gibt verbindlich Auskunft über Eigentumsverhältnisse, Belastungen und eingetragene Rechte Dritter. Als Anwalt für Immobilienrecht prüfe ich sämtliche Grundbuchseintragungen – von Pfandrechten und Dienstbarkeiten über Vorkaufsrechte bis hin zu Wegerechten und Baurechten. Besonders bei älteren Liegenschaften können historische Belastungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.

    Seit 1. Oktober 2026 können Eigentümerinnen und Eigentümer den Grundbuchsauszug ihrer eigenen Liegenschaft über JustizOnline kostenlos elektronisch abrufen. Bei Miteigentum muss die Abfrage auf den eigenen Eigentümernamen eingeschränkt werden. Für eine Kaufprüfung können zusätzliche Auszüge und Urkunden erforderlich sein.

    Bei gewerblichen Immobilientransaktionen kann die Legal Due Diligence neben dem Grundbuch auch Flächenwidmungsplan, Bebauungsbestimmungen, bestehende Mietverhältnisse und öffentlich-rechtliche Beschränkungen erfassen. Erkannte Risiken können anschließend im Vertrag berücksichtigt werden.

    Wohnungseigentumsrecht (WEG 2002)

    Das Wohnungseigentumsgesetz 2002 regelt die Rechte und Pflichten von Wohnungseigentümern in Österreich. Als Rechtsanwalt berate ich sowohl bei der Begründung von Wohnungseigentum als auch bei Streitigkeiten innerhalb der Eigentümergemeinschaft. Häufige Themen sind die Anfechtung von Mehrheitsbeschlüssen, die Abgrenzung zwischen allgemeinen Teilen und Wohnungseigentumsobjekten, Rücklagebildung und die Geltendmachung von Erhaltungspflichten gegenüber der Hausverwaltung.

    Insbesondere bei größeren Sanierungsprojekten oder energetischen Verbesserungen entstehen regelmäßig Konflikte über die Kostenverteilung und die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Ich prüfe Beschlussfassung, Kostentragung und mögliche Rechtsbehelfe.

    Wohnungseigentum: Beschlüsse, Verwaltung und Abrechnung

    Bei einem strittigen Beschluss sind Beschlusstext, Verständigung, Abstimmungsergebnis und das Datum des Anschlags im Haus zu sichern. Zu klären ist, ob die Beschlussfassung selbst beanstandet wird oder eine Maßnahme der außerordentlichen Verwaltung überprüft werden soll. Davon hängen Anfechtungsgrund und Frist ab. Eine allgemeine Frist für sämtliche Beschlüsse gibt es nicht.

    Bei Konflikten mit der Hausverwaltung helfen Jahresabrechnung, Belege, Vorschreibungen, Rücklagenstand und Vorausschau auf geplante Arbeiten. Zu prüfen ist, welche Kosten verrechnet wurden, welcher Verteilungsschlüssel gilt und ob eine Erhaltungsmaßnahme oder eine darüber hinausgehende Veränderung vorliegt. Eine geringe Rücklage beseitigt notwendige Erhaltungsmaßnahmen nicht, kann aber zusätzlichen Finanzierungsbedarf auslösen. Ansprüche der Eigentümergemeinschaft und Rechte einzelner Eigentümer sind auseinanderzuhalten.

    Vor Umbauten, Nutzungsänderungen oder Eingriffen in allgemeine Teile sollte geklärt werden, welche Zustimmungen erforderlich sind. Die Zustimmung der Hausverwaltung allein reicht dafür nicht notwendig aus. Bei Feuchtigkeit oder Schäden sind auch Ursache, Zuständigkeit und technische Dokumentation zu prüfen. Beschlussfassung und Änderungen folgen unterschiedlichen Regeln des WEG 2002.

    Mietrecht: Mietzins, Befristung und Erhaltung

    Anhand des Gebäudes, seiner Errichtung, allfälliger Förderungen und des Vertrags ist zu klären, ob das MRG vollständig, teilweise oder nicht anwendbar ist. Davon hängen Mietzinsbegrenzungen, Betriebskosten und Erhaltungspflichten ab. Eine Betriebskostenposition ist nicht schon deshalb zulässig, weil sie in einer Vorschreibung steht. Abrechnungen und Belege sollten mit Vertrag und gesetzlichem Kostenkatalog abgeglichen werden.

    Für ab 2026 vereinbarte oder erneuerte Befristungen von Wohnungsmietverträgen im Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG gilt grundsätzlich eine Mindestdauer von fünf Jahren, wenn der Vermieter Unternehmer im Sinn des KSchG ist. Bei nicht unternehmerischer Vermietung bleiben grundsätzlich drei Jahre maßgeblich. Für ältere Befristungen gilt das Übergangsrecht. Wertsicherung und zulässige Erhöhungsschritte sind zusätzlich anhand der seit 2026 geltenden Regeln zu prüfen. Eine Vertragsklausel allein beantwortet diese Frage nicht. Die Voraussetzungen regelt das Mietrechtsgesetz.

    Bei Mängeln sollten Zustand, Meldung an den Vermieter und bisherige Reaktionen dokumentiert werden. Wer Reparaturkosten tragen muss und ob eine Mietzinsminderung in Betracht kommt, hängt vom Mangel und vom anwendbaren Recht ab. Stellen Sie die Mietzahlung nicht ungeprüft ein. Kündigung, Befristungsablauf und Räumung erfordern unterschiedliche Schritte. Bei Zahlungsrückständen sind auch gesetzliche Möglichkeiten einer rechtzeitigen Nachzahlung zu prüfen. Eine eigenmächtige Räumung oder der Austausch von Schlössern ersetzt kein gerichtliches Verfahren.

    Dienstbarkeiten und Nutzungsstreitigkeiten

    Bei Wegerechten, Zufahrten oder strittiger Nutzung sind Grundbuch, zugrunde liegende Urkunden und die tatsächliche Ausübung gemeinsam zu prüfen. Der Umfang eines eingetragenen Rechts ergibt sich nicht immer aus dem kurzen Eintrag. Bei Grenzfragen sind Vermessungsunterlagen und die Art des Katasters wichtig. Sichern Sie Pläne, Fotos und bisherige Vereinbarungen, bevor Wege gesperrt oder bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Zu klären sind Berechtigte, belastete Grundstücke und Inhalt des Rechts. Die bisherige Nutzung allein beantwortet nicht jede dieser Fragen.

    Unterlagen für eine mietrechtliche Prüfung

    Neben dem Mietvertrag werden Nachträge, Übergabeprotokolle, Mietzinsvorschreibungen, Abrechnungen und der Schriftverkehr benötigt. Bei einer Befristung ist festzuhalten, wann sie vereinbart oder erneuert wurde. Bei einer Kündigung oder einem Räumungsbegehren sind das zugestellte Schreiben, der Umschlag und allfällige gerichtliche Termine zuerst zu prüfen. Die Anwendbarkeit des MRG lässt sich nicht allein aus der Überschrift des Vertrags ableiten. Entscheidend bleiben Gebäude, Vertrag und die konkrete Rechtsfrage.

    Bei Zahlungsrückständen sollten Forderungsaufstellung und geleistete Zahlungen gegenübergestellt werden. Eine Mahnung beantwortet noch nicht, ob die Forderung richtig berechnet wurde oder eine Vertragsbeendigung zulässig ist. Bei Erhaltungsproblemen sind Fotos, Meldungen und fachliche Befunde zu sichern. Eigenmächtige Eingriffe oder eine ungeprüfte Einstellung der Mietzahlung können weitere Risiken auslösen.

    Die gerichtliche Vertretung umfasst die Aufbereitung des Vertrags und der Beweismittel, die Prüfung des konkreten Begehrens und die Vorbereitung der Verhandlung. Welche Stelle zuständig ist und welcher Verfahrensweg offensteht, wird anhand des Anspruchs geklärt. Mietzinsprüfung, Erhaltung, Kündigung und Räumung sind dabei nicht dasselbe Verfahren.

    Meine Herangehensweise

    Unterlagen, Rechte und Technik zusammendenken

    Immobilien sind rechtlich und wirtschaftlich anspruchsvoll. Ich prüfe bei Kauf, Miete und Wohnungseigentum nicht nur Verträge, sondern auch Grundbuch, Genehmigungen, tatsächlichen Zustand und mögliche Folgekosten. So werden Risiken rechtzeitig erkennbar.

    Kauf und Baumängel

    Bei Kaufverträgen sind Eigentum, Pfandrechte, Dienstbarkeiten, Nutzungen, Baubewilligungen und vereinbarte Eigenschaften wesentlich.

    Bei Feuchtigkeit oder Baumängeln kann ein technisches Gutachten Ursache und Zeitpunkt klären. Haftung und Gewährleistung folgen daraus aber nicht automatisch.

    Miete und Wohnungseigentum

    Im Mietrecht steht zunächst die Frage, ob das MRG voll, teilweise oder gar nicht anwendbar ist. Bei Wohnungseigentum prüfe ich Zuständigkeiten, Beschlüsse, Rücklage, Erhaltungsmaßnahmen, Kosten und die kurzen Anfechtungsfristen.

    Die rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen ordne ich ein, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

    Typische Fallkonstellationen

    Typische Fallkonstellation – illustrativ, kein berichtetes Kanzleimandat

    1. 01

      Feuchtigkeit nach dem Kauf

      Ursache, Zusagen des Verkäufers und Zeitpunkt des Mangels.

    2. 02

      Ungenehmigter Wintergarten

      Baubewilligung, Vertragsinhalt und Folgen einer Sanierung.

    3. 03

      Strittiger Sanierungsbeschluss

      Zuständigkeit nach WEG, Mehrheit, Verständigung und Anfechtungsfrist.

    Im Erstgespräch klären wir anhand Ihrer Unterlagen die rechtlichen Möglichkeiten, laufende Fristen und das Kostenrisiko.

    Häufig gestellte Fragen zum Immobilienrecht

    Das Grundbuch weist eingetragene Eigentumsrechte und Belastungen aus. Für eine Kaufprüfung sind auch anhängige Anträge, Urkunden und tatsächliche Verhältnisse zu prüfen. Der Vertrauensschutz ist an rechtliche Voraussetzungen gebunden. Der Auszug bestätigt nicht den baulichen Zustand oder sämtliche Genehmigungen.

    Ob das BTVG anwendbar ist, hängt nicht allein davon ab, ob die Immobilie bereits besteht. Zu prüfen sind der Erwerb von Rechten an einem erst zu errichtenden oder durchgreifend zu erneuernden Objekt und die gesetzlich erfassten Vorauszahlungen. Die Sicherung richtet sich nach Vertrag und Zahlungsplan.

    Bei der Vermietung spielen das Mietrechtsgesetz (MRG), die Dauer des Mietverhältnisses und die Mietzinsgestaltung eine große Rolle. Auch Betriebskostenabrechnungen und Instandhaltungsverpflichtungen müssen korrekt geregelt sein. Ein rechtssicherer Mietvertrag schützt Vermieter vor Streitigkeiten und Mietausfällen.

    Bleibt die Miete aus, sollte zunächst schriftlich gemahnt und eine kurze Nachfrist gesetzt werden. Kommt keine Zahlung, kann eine gerichtliche Räumungsklage notwendig werden. Auch bei Sachschäden kann Ersatz verlangt werden, sofern der Mieter schuldhaft gehandelt hat. Ein Anwalt kann die rechtlich richtige Vorgehensweise im Einzelfall prüfen.

    Ob und wie ein Vermieter kündigen kann, hängt vom MRG und vom Vertrag ab. Im Kündigungsschutz des MRG sind grundsätzlich gesetzliche Kündigungsgründe erforderlich. Die Aufkündigung durch den Vermieter muss gerichtlich erfolgen. Befristungsablauf, Aufkündigung und vorzeitige Vertragsauflösung sind zu unterscheiden.

    Als Wohnungseigentümer haben Sie das ausschließliche Nutzungsrecht an Ihrer Einheit, müssen aber zugleich die Rechte der anderen Miteigentümer respektieren. Zu den Pflichten zählen insbesondere die Kostenbeteiligung an Betriebskosten, Rücklagen und Instandhaltungen. Änderungen am eigenen Objekt sind nach § 16 WEG zu prüfen. Bei möglichen Beeinträchtigungen anderer Eigentümer kann deren Zustimmung erforderlich sein. Gesetzliche Zustimmungsregelungen und eine gerichtliche Ersetzung sind gesondert zu prüfen. Eine Baubewilligung ersetzt die Zustimmung nicht.

    Ein Eigentümer kann einen Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft anfechten, wenn dieser gegen das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) oder gegen Grundsätze ordnungsgemäßer Verwaltung verstößt oder an formellen Mängeln leidet. Nach § 24 Abs 6 WEG beträgt die Frist bei formellen Mängeln, Gesetzwidrigkeit oder fehlender Mehrheit einen Monat ab Anschlag des Beschlusses im Haus. Für die Anfechtung nach § 29 WEG bei außerordentlicher Verwaltung gelten grundsätzlich drei Monate, bei der dort geregelten unterbliebenen Verständigung sechs Monate ab Anschlag. Bewahren Sie Beschluss, Verständigung und ein Foto des Anschlags mit Datum auf.

    Grundsätzlich ist die Eigentümergemeinschaft für Erhaltungsmaßnahmen an Allgemeinteilen zuständig – etwa Dach, Fassade oder eine allfällig vorhandene Heizungsanlage. Für Schäden innerhalb der eigenen Wohnung kann der jeweilige Eigentümer verantwortlich sein. Entscheidend ist, welchem Bereich der Mangel rechtlich zuzuordnen ist.

    Hinweis: Die auf dieser Seite enthaltenen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und nach bestem Wissen aufbereitet. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Eine verbindliche rechtliche Beurteilung ist stets vom konkreten Einzelfall abhängig und erfordert eine eingehende Prüfung durch einen Rechtsanwalt. Eine pauschale Auskunft – insbesondere zu Erfolgs- oder Kostenfragen – ist nicht möglich. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen.

    Erstberatung Immobilienrecht – Rechtsanwalt in Wien

    Schildern Sie kurz Ihren Sachverhalt – Sie erhalten eine klare Einschätzung zu Erfolgsaussichten, Fristen und Kosten. Termine sind persönlich in der Kanzlei in 1190 Wien oder als Video- bzw. Telefonberatung möglich.