
Spezialisierter Rechtsanwalt bei Scheidungen, im Ehe- und Familienrecht
Rechtsanwalt für Scheidung in Wien
Scheidung, Vermögensaufteilung, Unterhalt, Obsorge und Kontaktrecht – rechtliche Prüfung und Vertretung in Wien und österreichweit.
- Mitglied der Rechtsanwaltskammer Wien
- Kanzlei in 1190 Wien
- Vertretung in ganz Österreich
- Beratung auch per Video oder Telefon
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- Scheidung & Familienrecht
Verfasst von Mag. Constantin Schirmer, Rechtsanwalt in WienZuletzt aktualisiert:
Scheidung und Familienrecht – was tun?
Eine geordnete Dokumentation und zurückhaltende Kommunikation helfen, Vermögens-, Unterhalts- und Betreuungsfragen sachlich vorzubereiten.
Sichern Sie Unterlagen zu Einkommen, Konten, Krediten, Immobilien und Grundbuch, Fahrzeugen, Versicherungen und größeren Vermögenswerten.
Vermeiden Sie vorschnelle schriftliche Vereinbarungen über Unterhalt, Vermögensaufteilung, Obsorge oder Kontaktrecht.
Bei gemeinsamen Kindern sollten Konflikte nicht über das Kind ausgetragen und das Kind nicht in die Auseinandersetzung hineingezogen werden.
Wenn bereits eine Trennung erfolgt ist, kann eine frühe rechtliche Klärung helfen, spätere Streitigkeiten über Vermögen, Unterhalt und Betreuung zu vermeiden.
Vereinbarungen vor der Unterschrift prüfen
Ein Vergleich sollte nicht nur den gegenwärtigen Streit beenden. Unterhalt, Vermögen und gemeinsame Schulden wirken häufig über Jahre weiter. Bei einer Liegenschaft müssen Übertragung, Kredit und Haftung gegenüber der Bank miteinander abgestimmt werden. Eine interne Vereinbarung über die Kreditraten entlässt keinen Ehegatten automatisch aus der Haftung.
Für Kinder brauchen Betreuung, Ferien, Übergaben und Kontaktrecht konkrete Regelungen. Der Kindesunterhalt ist davon rechtlich getrennt. Ein Streit über Kontakte rechtfertigt keine eigenmächtige Zahlungseinstellung. Vor einem Unterhaltsverzicht sind Einkommenslage, Betreuungspflichten und langfristige Folgen zu klären. Ein Entwurf sollte deshalb vor der Unterschrift vollständig vorliegen.
Ihr Rechtsanwalt für Scheidung & Familienrecht in Wien
Eine Scheidung berührt meist mehrere Fragen zugleich: Vermögen, Unterhalt und bei gemeinsamen Kindern auch Obsorge und Kontaktrecht. Ich kläre mit Ihnen, was einvernehmlich geregelt werden kann und wo eine gerichtliche Entscheidung erforderlich ist.

„Aufgrund der oft emotional aufgeladenen Situation ist es wichtig, einen angemessenen Interessenausgleich zwischen allen Beteiligten zu finden."
Mag. Constantin Schirmer
Vor einer Vereinbarung klären wir Unterhalt, Vermögen und die Folgen für gemeinsame Kinder.
Erstgespräch vereinbarenMeine Leistungen bei Scheidungen und im Familienrecht
Scheidung
Begleitung durch strittige und einvernehmliche Scheidung sowie Errichtung von Scheidungsvereinbarungen
Eheverträge
Ein Ehevertrag bzw. Trennungsvereinbarungen können von Beginn an klare Verhältnisse schaffen und somit Konflikte vermeiden.
Obsorge
Vertretung in Obsorgeverfahren mit Fokus auf das Kindeswohl.
Unterhaltsangelegenheiten
Beratung und Vertretung in Bezug auf Ehegatten oder Kindesunterhalt.
Kontaktrecht
Beratung und Vertretung bei Kontaktvereinbarungen und gerichtlichen Kontaktrechtsverfahren.
Vermögensaufteilung
Beratung zur ehelichen Vermögensaufteilung im (nachehelichen) Aufteilungsverfahren.
Das österreichische Scheidungsrecht
Das österreichische Scheidungsrecht ist ein Teilbereich des Familienrechts und findet hauptsächlich seine Regelungen im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) sowie im Ehegesetz (EheG).
Das Gesetz sieht vier verschiedene Arten von Scheidungen vor.
1. Verschuldensscheidung
In diesem Fall begeht ein Ehegatte schuldhaft eine schwere Eheverfehlung, die zu einer tiefgreifenden Zerrüttung der Ehe führt und eine Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft unmöglich macht. Ein eigenes Verschulden schließt eine Scheidungsklage nicht in jeder Konstellation aus. Ein Ausspruch des alleinigen oder überwiegenden Verschuldens kann Unterhaltspflichten begründen. Deren Umfang hängt auch von Einkommen, Erwerbsmöglichkeiten und den übrigen gesetzlichen Voraussetzungen ab.
2. Auflösung der ehelichen Gemeinschaft
Wird oft auch als 'Heimtrennungsklage' bezeichnet. Diese Form der Scheidung setzt eine seit drei Jahren bestehende Auflösung der häuslichen Gemeinschaft und eine unheilbare Zerrüttung der Ehe voraus. Wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, kann jeder Ehegatte vor Gericht die Scheidungsklage einreichen.
3. Scheidung aus anderen Gründen
Bei dieser Art der Scheidung ist kein Verschulden eines Ehepartners erforderlich. Neben der Zerrüttung müssen die besonderen gesetzlichen Voraussetzungen des jeweiligen Scheidungsgrundes erfüllt sein. Die gesetzliche Härteklausel ist dabei zu berücksichtigen.
4. Einvernehmliche Scheidung
Bei dieser Art der Scheidung müssen die Parteien sich über wesentliche Aspekte der Scheidung einig sein, wie mögliche Unterhaltsansprüche und die Aufteilung des ehelichen Vermögens. Eine solche Vereinbarung kann die Kosten eines streitigen Scheidungsverfahrens vermeiden. Voraussetzung ist zudem, dass die eheliche Lebensgemeinschaft seit mindestens sechs Monaten aufgehoben ist und beide Parteien die Zerrüttung eingestehen.
Scheidung in Österreich
Das österreichische Scheidungsrecht sieht unterschiedliche Verfahrensarten im Scheidungsverfahren vor. Die einvernehmliche Scheidung ist meiner Erfahrung nach regelmäßig der rascheste und kosteneffizienteste Weg.
Einvernehmliche Scheidung
Die einvernehmliche Scheidung setzt voraus, dass zwischen den Ehegatten Einigkeit über alle wesentlichen Scheidungsfolgen besteht – insbesondere hinsichtlich Unterhalt, Vermögensaufteilung und Obsorge.
Streitige Scheidung
Bestehen unüberwindbare Meinungsverschiedenheiten, ist eine strittige Scheidung in vielen Fällen erforderlich. In diesem Fall kommt es maßgeblich auf eine strukturierte Vorgehensweise und eine konsequente rechtliche Vertretung an.
Meine Unterstützung
Ich prüfe Ihre rechtliche Ausgangslage, bespreche mit Ihnen das Vorgehen und bereite die erforderlichen Schriftsätze für das Scheidungsverfahren vor.
Obsorge und Kontaktrecht
Das Kindeswohl steht bei allen Entscheidungen im Vordergrund. Die Bezirksgerichte entscheiden über Obsorgefragen.
Obsorgeverfahren
Im Obsorgeverfahren vertrete ich Ihre Anträge vor Gericht. Maßgeblich sind die konkrete Betreuungssituation und das Kindeswohl.
Kontaktrecht
Das Kontaktrecht (früher Besuchsrecht) regelt den Umgang des nicht hauptbetreuenden Elternteils mit dem Kind.
Unterhalt richtig berechnen
Wie hoch Ehegatten- und Kindesunterhalt ausfallen, hängt vor allem vom Einkommen beider Seiten, weiteren Sorgepflichten und dem Alter der Kinder ab.
Unterhaltsberechnung
Für die Berechnung sind insbesondere Einkommen, Betreuung, weitere Sorgepflichten und der konkrete Bedarf maßgeblich. Ich prüfe Unterhaltsansprüche oder -pflichten und vertrete Sie erforderlichenfalls vor Gericht.
Nacheheliches Aufteilungsverfahren
Nach rechtskräftiger Scheidung regelt das nacheheliche Aufteilungsverfahren die Verteilung des während der Ehe erworbenen Vermögens zwischen den früheren Ehegatten.
Eheliches Gebrauchsvermögen & Ersparnisse
Im Aufteilungsverfahren werden das eheliche Gebrauchsvermögen (wie Hausrat, Möbel, Fahrzeuge) und die ehelichen Ersparnisse aufgeteilt. Maßgeblich ist dabei, was während der Ehe gemeinsam angeschafft oder angespart wurde.
Ehewohnung & Schulden
Die Aufteilung der Ehewohnung ist häufig ein zentraler Streitpunkt. Das Gericht entscheidet unter Berücksichtigung der Bedürfnisse beider Parteien – insbesondere bei gemeinsamen Kindern. Auch gemeinsame Verbindlichkeiten werden im Aufteilungsverfahren berücksichtigt.
Antragsfrist & Verfahren
Der Antrag auf Aufteilung muss innerhalb eines Jahres ab Rechtskraft der Scheidung gestellt werden. Ich prüfe, welche Vermögenswerte und Schulden einzubeziehen sind, und vertrete Sie im Aufteilungsverfahren vor dem Bezirksgericht.
Honorarverrechnung
Für weiterführende Informationen zur Honorarverrechnung lesen Sie unseren Artikel über die Methoden zur Verrechnung.
Rechtsschutzversicherung
Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, prüfen wir, bevor wir für Sie tätig werden, ob Ihr Rechtsschutzversicherungsvertrag auch über den notwendigen Deckungsbaustein "Familienrecht oder Eherecht" verfügt. Nach erfolgter Deckungszusage verrechnen wir soweit möglich gerne direkt mit Ihrem Rechtsschutzversicherer.
Nacheheliche Vermögensaufteilung nach §§ 81 ff EheG
Nach einer Scheidung in Österreich ist das eheliche Gebrauchsvermögen und die ehelichen Ersparnisse nach den §§ 81 ff Ehegesetz aufzuteilen. Erfasst sind das eheliche Gebrauchsvermögen und die ehelichen Ersparnisse nach Maßgabe der gesetzlichen Regeln. Ausgenommen sind in der Regel Sachen, die ein Ehegatte in die Ehe eingebracht, von Todes wegen erworben oder geschenkt bekommen hat. Als Anwalt für Familienrecht vertrete ich Sie im Aufteilungsverfahren und sorge für eine faire Lösung.
Die Ehewohnung nimmt eine Sonderstellung ein: Sie kann auch dann in die Aufteilung einbezogen werden, wenn sie von einem Ehegatten vor der Ehe erworben wurde, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Unternehmensvermögen und Unternehmensanteile unterliegen gesetzlichen Ausnahmen. Bei Versicherungen und weiteren Vermögenswerten ist zu prüfen, ob sie in die Aufteilung fallen.
Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt
Der Kindesunterhalt in Österreich bemisst sich nach der Prozentsatzmethode: Je nach Alter des Kindes und Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils gelten bestimmte Prozentsätze (bei einem Kind je nach Alter orientierungsweise ca. 16–22 % des Nettoeinkommens, mit Anpassungen etwa bei weiteren Sorgepflichten oder abweichender Betreuung). Der Ehegattenunterhalt richtet sich nach dem Verschulden an der Zerrüttung und dem bisherigen Lebensstandard. Allgemeine Informationen zum Thema Scheidung bietet auch das Portal oesterreich.gv.at. Als Anwalt im Familienrecht berechne ich Ihre Ansprüche oder Pflichten präzise und setze sie gerichtlich durch.
Scheidungsfolgen gemeinsam betrachten
Bei einer Trennung sind meist Vermögen, Wohnung, Kredit, Unterhalt und bei Kindern Betreuung und Kontaktrecht zugleich betroffen. Ich ordne die rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen, unterstütze bei tragfähigen Vereinbarungen und vertrete bei Bedarf vor Gericht. Eine rasche Einigung ist nur dann sinnvoll, wenn ihre langfristigen Folgen geklärt sind.
Vereinbarung, Verfahren und Vermögen
Eine einvernehmliche Scheidung verlangt eine vollständige, praktisch umsetzbare Regelung. Bei streitigen Verfahren sind Verschuldensfragen und Beweislage zu beurteilen. Ehewohnung, Ersparnisse, Unternehmen und gemeinsame Schulden können besondere Bewertungs- und Haftungsfragen auslösen.
Kinder und Fristen
Kinderbelange sind am Kindeswohl auszurichten und von persönlichen Konflikten der Eltern zu trennen.
Ich erläutere verhandelbare Punkte, gesetzliche Grenzen und Fristen klar und ohne unnötige Eskalation – insbesondere die Jahresfrist für die gerichtliche Vermögensaufteilung nach § 95 EheG.
Typische Fallkonstellationen
Typische Fallkonstellation – illustrativ, kein berichtetes Kanzleimandat
- 01
Ehewohnung mit Kredit
Interne Aufteilung und die fortbestehende Haftung gegenüber der Bank.
- 02
Streit über Kontakt- und Ferienzeiten
Eine praktikable, kindgerechte Regelung.
- 03
Nach der Scheidung übersehene Vermögenswerte
Reichweite der Vereinbarung und Frist nach § 95 EheG.
Im Erstgespräch klären wir anhand Ihrer Unterlagen die rechtlichen Möglichkeiten, laufende Fristen und das Kostenrisiko.
Häufig gestellte Fragen zu Scheidung und Familienrecht
Die wichtigsten Antworten zu Scheidung, Obsorge und Unterhalt in Wien
Detailfragen zu Scheidung und Eherecht
Zu den zentralen Themen der Scheidung finden Sie hier vertiefende Beiträge. Die Einschätzung im konkreten Fall bleibt der persönlichen Beratung vorbehalten.
- Einvernehmliche Scheidung§ 55a EheG: Voraussetzungen, notwendige Vereinbarung und Ablauf vor dem Bezirksgericht.
- Streitige ScheidungVerschuldensscheidung nach § 49 EheG, Zerrüttungsscheidung nach § 55 EheG und die Bedeutung des Verschuldensausspruchs.
- Eheliche Vermögensaufteilung§§ 81 ff EheG: eheliches Gebrauchsvermögen, Ersparnisse, Ausnahmen und die einjährige Fallfrist.
- EhegattenunterhaltUnterhalt während aufrechter Ehe (§ 94 ABGB) und nachehelicher Unterhalt nach §§ 66 ff EheG.
- Obsorge & KontaktrechtObsorge, hauptsächliche Betreuung und Kontaktrecht nach §§ 177 ff ABGB – Maßstab ist das Kindeswohl.
- KindesunterhaltGeldunterhalt für Kinder: Bemessungsgrundlage, Prozentwerte in der Praxis, Betreuungsmodelle und Anpassung.
- Ehevertrag & VereinbarungenVorsorgende Vereinbarungen zwischen Ehegatten: Möglichkeiten, Formerfordernisse und die Grenzen der Verbindlichkeit.
Hinweis: Die auf dieser Seite enthaltenen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und nach bestem Wissen aufbereitet. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Eine verbindliche rechtliche Beurteilung ist stets vom konkreten Einzelfall abhängig und erfordert eine eingehende Prüfung durch einen Rechtsanwalt. Eine pauschale Auskunft – insbesondere zu Erfolgs- oder Kostenfragen – ist nicht möglich. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen.
Erstberatung Scheidung – Rechtsanwalt in Wien
Schildern Sie kurz Ihren Sachverhalt – Sie erhalten eine klare Einschätzung zu Erfolgsaussichten, Fristen und Kosten. Termine sind persönlich in der Kanzlei in 1190 Wien oder als Video- bzw. Telefonberatung möglich.