
Anwalt für Arbeitsrecht · Kündigung & Entlassung
Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Wien
Beratung und Vertretung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei Kündigung, Entlassung, Entgeltansprüchen und Arbeitsverträgen. Kurze Fristen werden zuerst geprüft.
- Mitglied der Rechtsanwaltskammer Wien
- Kanzlei in 1190 Wien
- Vertretung in ganz Österreich
- Beratung auch per Video oder Telefon
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- Arbeitsrecht
Verfasst von Mag. Constantin Schirmer, Rechtsanwalt in WienZuletzt aktualisiert:
Arbeitsrecht – was tun?
Im Arbeitsrecht können kurze Fristen laufen. Unterlagen und eigene Aufzeichnungen sollten deshalb frühzeitig vollständig gesichert werden.
Bewahren Sie Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnungen, Dienstpläne, Arbeitszeitaufzeichnungen sowie E-Mails und Nachrichten mit dem Arbeitgeber auf.
Halten Sie bei einer mündlichen Kündigung oder Entlassung Wortlaut, Zeitpunkt und anwesende Personen fest. Lassen Sie die Beendigung rasch prüfen, weil kurze Fristen laufen können.
Unterschreiben Sie eine angebotene Vereinbarung nicht unter Zeitdruck.
Offene Überstunden oder sonstige Entgeltansprüche sollten möglichst genau anhand eigener Aufzeichnungen nachvollziehbar sein.
- Arbeitnehmer & Arbeitgeber
- Kündigungsschutz
- Sozialversicherungsrecht
Was passiert beim Erstgespräch?
Prüfung Ihrer Unterlagen
Sie können Arbeitsvertrag, Schreiben des Arbeitgebers und Abrechnungen vorab übermitteln. Wir besprechen die Rechtslage anhand dieser Unterlagen.
Einschätzung der Erfolgsaussichten
Wir besprechen mögliche außergerichtliche oder gerichtliche Schritte und die damit verbundenen Risiken.
Transparente Honorarvereinbarung
Die Kosten werden vor Mandatsübernahme besprochen. Bei Rechtsschutzversicherung wird die Deckung angefragt. Eine direkte Abrechnung ist nach Deckungszusage soweit vom Versicherungsschutz umfasst und möglich.
Typische arbeitsrechtliche Probleme für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Für Arbeitnehmer
- Kündigung oder fristlose Entlassung erhalten
- Offenes Gehalt, nicht bezahlte Überstunden, Prämien oder Provisionen
- Einvernehmliche Auflösung oder Verzichtserklärung zur Unterschrift vorgelegt
- Mobbing, Diskriminierung oder ungerechtes Dienstzeugnis
Für Arbeitgeber
- Beendigung von Dienstverhältnissen vorbereiten
- Dienstverträge, All-in- und Konkurrenzklauseln gestalten
- Anfechtungsklagen und Entgeltforderungen abwehren

Kündigung oder Entlassung erhalten – was jetzt wichtig ist
Bewahren Sie Kündigungsschreiben, Entlassungserklärung, Arbeitsvertrag, Dienstzettel, Gehaltsabrechnungen und die bisherige Korrespondenz auf. Wurde die Erklärung nur mündlich ausgesprochen, sollte möglichst genau festgehalten werden, wann, von wem und in welchem Wortlaut dies geschah.
Bei Kündigungs- und Entlassungsanfechtungen können kurze Fristen laufen. Eine rechtliche Prüfung sollte deshalb nicht erst erfolgen, wenn bereits mehrere Wochen vergangen sind.
Unterschreiben Sie eine einvernehmliche Auflösung oder sonstige Verzichtserklärung nicht allein deshalb sofort, weil sie Ihnen während eines Gesprächs vorgelegt wird.
Unsere Schwerpunkte im Arbeitsrecht

Entlassungsanfechtung & Kündigungsanfechtung
Rechtsbeistand und Durchsetzung Ihrer Arbeitnehmerrechte bei ungerechtfertigter Entlassung oder rechtswidriger Kündigung Ihres Dienstvertrags.
Rechtliche Beratung auf Arbeitgeberseite
Beratung und Vertretung von Arbeitgebern in Personalfragen, rechtssicherer Beendigung und Abwehr von Anfechtungsklagen.
Errichtung von Dienstverträgen
Errichtung, rechtskonforme Ausgestaltung und Prüfung von Dienstverträgen — inklusive All-in-Klauseln und Konkurrenzverboten.
Branchenspezifische Rechtsfragen
Arbeits- und dienstrechtliche Fragen rund um Ärzte, öffentlicher Dienst und andere spezifische Berufsgruppen.
Gleichbehandlung & Antidiskriminierung
Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten bei Diskriminierung und Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz nach dem Gleichbehandlungsgesetz.
Schadenersatz, Verschwiegenheit & Konkurrenzverbot
Beratung und Vertretung bei Schadenersatzansprüchen, Verletzung der Verschwiegenheitspflicht sowie Durchsetzung oder Abwehr von Konkurrenzklauseln.
Kündigungs- und Entlassungsanfechtung
Geregelt in §§ 105 und 106 Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG).
Ob eine Kündigung wegen Sozialwidrigkeit oder eines verpönten Motivs angefochten werden kann, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen und dem konkreten Sachverhalt ab. Lassen Sie Zugang und Betriebsratsreaktion wegen der kurzen Fristen frühzeitig prüfen. Einzelheiten erläutert die Seite Kündigungsanfechtung.
Bei einer Entlassung sind ihre Berechtigung und die möglichen Rechtsfolgen zu unterscheiden. Eine unberechtigte Entlassung ist nicht automatisch unwirksam. Sichern Sie Erklärung und Korrespondenz. Die möglichen Schritte erläutert die Seite Entlassung anfechten.
Viele Verfahren enden mit einem Vergleich, etwa einer einvernehmlichen Auflösung zu einem bestimmten Stichtag samt Zahlung und Dienstzeugnis.
Kündigung erhalten oder Entlassung im Raum? Ich prüfe Ihren Fall schnell und ehrlich.
Abfertigung alt und neu
Welches System gilt, hängt vom Beginn des Arbeitsverhältnisses ab. Das neue System regelt das BMSVG.
Bei der Abfertigung sind das anwendbare System und die Beendigungsart entscheidend. Halten Sie Eintrittsdatum, Arbeitsvertrag und allfällige Übertrittsvereinbarungen bereit.
In der Abfertigung neu sind der Erhalt der Anwartschaft und die sofortige Auszahlung zu unterscheiden. Voraussetzungen und Berechnung erläutert die Seite Abfertigung.
Überstunden, All-in-Vertrag und offenes Gehalt
Bei offenen Entgeltansprüchen sind Arbeitsvertrag, Kollektivvertrag und Arbeitszeitaufzeichnungen abzugleichen. Auch bei All-in-Vereinbarungen kann eine Nachzahlung entstehen, wenn das Gesamtentgelt die geschuldeten Leistungen samt Zuschlägen nicht deckt.
Viele Kollektivverträge sehen Verfallsfristen von wenigen Monaten vor. Offene Forderungen sollten daher rasch schriftlich geltend gemacht werden. Mehr dazu unter offene Entgeltansprüche und, für nicht verbrauchten Urlaub, Urlaubsersatzleistung. All-in- und Konkurrenzklauseln behandelt die Seite Arbeitsvertrag prüfen.
Mobbing und Diskriminierung am Arbeitsplatz
Mobbing liegt vor, wenn jemand über einen längeren Zeitraum systematisch schikaniert, ausgegrenzt oder herabgewürdigt wird. Einzelne Konflikte oder harsche Kritik reichen dafür in der Regel nicht. Entscheidend ist eine laufende Dokumentation mit Datum, Beteiligten, Zeugen und konkreten Vorfällen. In Betracht kommen Beschwerde und Einbindung des Betriebsrats, Unterlassung und Schadenersatz, in schweren Fällen auch ein berechtigter vorzeitiger Austritt.
Bei Diskriminierung wegen Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung oder sexueller Orientierung bestehen eigene Ansprüche nach dem Gleichbehandlungsgesetz, bei Behinderung nach dem Behinderteneinstellungsgesetz. Die Gleichbehandlungskommission kann kostenlos angerufen werden. Die Gender-Pay-Gap-Ampel zeigt auf Basis offizieller Statistik-Austria-Daten den Gender Pay Gap nach Branchen.
Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarung & Dienstzettel
In Österreich sind Kollektivverträge ein zentrales Instrument des Arbeitsrechts. Sie werden zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden ausgehandelt und regeln Mindestgehälter, Arbeitszeiten, Zuschläge und Sonderzahlungen. Häufig ist bereits strittig, welcher Kollektivvertrag anwendbar ist und ob die Ansprüche daraus korrekt abgerechnet wurden.
Betriebsvereinbarungen nach dem Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG) können zusätzliche oder ergänzende Regelungen schaffen, etwa zu Gleitzeitmodellen, Prämien oder Homeoffice. Auch der Dienstzettel — seit der Umsetzung der EU-Transparenzrichtlinie in Österreich erweitert — muss alle wesentlichen Vertragsbestandteile vollständig und nachvollziehbar abbilden. Ein Dienstzettel dokumentiert Vertragsinhalte. Ob seine Angaben mit der Vereinbarung und der tatsächlichen Tätigkeit übereinstimmen, ist anhand der Unterlagen zu prüfen.
Besonderer Kündigungsschutz in Österreich
Das österreichische Arbeitsrecht sieht für bestimmte Personengruppen einen besonderen Kündigungsschutz vor. Dazu zählen Schwangere und Mütter nach dem Mutterschutzgesetz (MSchG), karenzierte Eltern, Betriebsräte, Behindertenvertrauenspersonen sowie begünstigt behinderte Arbeitnehmer nach dem Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG). Ob ein solcher Schutz besteht, ist vor jeder Beendigung zu klären.
Auch bei Präsenz- und Zivildienst besteht ein gesetzlicher Kündigungsschutz. Die Kündigung eines Arbeitnehmers während des Präsenzdienstes ist grundsätzlich rechtsunwirksam. Ebenso genießen Lehrlinge nach dem Berufsausbildungsgesetz (BAG) einen besonderen Bestandschutz ihres Ausbildungsverhältnisses.
Arbeitsrechtliche Themen
Die einzelnen Fragestellungen behandeln eigene Seiten ausführlicher. Die Einschätzung im konkreten Fall bleibt der persönlichen Beratung vorbehalten.
- Kündigungsanfechtung§ 105 ArbVG: Sozialwidrigkeit, verpöntes Motiv und die kurze Frist von zwei Wochen.
- EntlassungsanfechtungUnberechtigte Entlassung: Entlassungsgründe, Unverzüglichkeit, Anfechtung und Kündigungsentschädigung.
- AbfertigungAbfertigung alt und neu: Voraussetzungen, Höhe und die Frage, wann der Anspruch verloren geht.
- ArbeitsvertragVertragsprüfung vor Unterschrift: All-in, Konkurrenzklausel, Ausbildungskostenrückersatz und Befristung.
- Gehalt & EntgeltansprücheNicht bezahltes Gehalt, Überstunden und Zulagen – und die kurzen Verfallsfristen der Kollektivverträge.
- Einvernehmliche AuflösungWann eine einvernehmliche Auflösung sinnvoll ist, welche Ansprüche dabei zu regeln sind und worauf vor der Unterschrift zu achten ist.
- UrlaubsersatzleistungAbgeltung offener Urlaubstage bei Beendigung: Berechnung, Verfall, Verjährung und typische Streitpunkte.
Wie wir arbeitsrechtliche Mandate in Wien führen
Arbeitsrechtliche Verfahren in Wien werden regelmäßig vor dem Arbeits- und Sozialgericht Wien geführt. Vor einer Klage klären wir das Kostenrisiko und eine allfällige Rechtsschutzdeckung.
Fristen, Ansprüche und Beweise im Arbeitsrecht
Arbeitsrechtliche Konflikte verlangen rasche Fristenprüfung, genaue Anspruchsberechnung und eine realistische Beurteilung der Beweise. Ich vertrete Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei Kündigung, Entlassung, offenen Entgeltansprüchen und arbeitsgerichtlichen Verfahren – mit Blick auf die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen.
Kündigung und Entlassung
Zuerst prüfe ich Zugang, Art der Beendigung, das Verfahren mit dem Betriebsrat, Anfechtungsgründe, soziale Auswirkungen, besonderen Bestandschutz und Fristen. Ob und wie lange angefochten werden kann, hängt nach § 105 ArbVG auch davon ab, ob ein Betriebsrat besteht und wie er sich zur Kündigung geäußert hat.
Bei Entlassungen kommen der behauptete wichtige Grund, sein Nachweis und die Unverzüglichkeit hinzu. Eine unberechtigte und eine rechtlich unwirksame Entlassung haben unterschiedliche Folgen. Bei sozialwidrigen Kündigungen kann ein berufskundliches Gutachten über die Chancen am Arbeitsmarkt entscheidend sein. Vergleich, Dienstzeugnis und Beendigungsfolgen denke ich von Beginn an mit.
Entgelt und Überstunden
Arbeitsvertrag, Kollektivvertrag, tatsächliche Tätigkeit, All-in-Regelung, Zeitaufzeichnungen, Sonderzahlungen, Zulagen und Verfallsklauseln prüfe ich zusammen.
Ich stelle geschuldetes und tatsächlich geleistetes Entgelt nachvollziehbar gegenüber und beurteile, was gerichtlich durchsetzbar ist.
Typische Fallkonstellationen
Typische Fallkonstellation – illustrativ, kein berichtetes Kanzleimandat
- 01
All-in-Entgelt deckt Überstunden nicht
Deckungsprüfung, Berechnung der Differenz und Verfall.
- 02
Entlassung nach behauptetem Pflichtverstoß
Tatnachweis, Schwere des Verstoßes und Reaktionszeit des Arbeitgebers.
- 03
Arbeitgeberkündigungen
Soziale Interessen, Arbeitsmarktlage und betriebliche Gründe.
Im Erstgespräch klären wir anhand Ihrer Unterlagen die rechtlichen Möglichkeiten, laufende Fristen und das Kostenrisiko.
Aus der anwaltlichen Praxis
Anonymisierte Mandate aus der Praxis als Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Wien — Kündigungsanfechtung, Entgeltansprüche und unberechtigte Entlassung.
Kündigungsanfechtung wegen Sozialwidrigkeit
Ein langjähriger Arbeitnehmer erhielt nach mehreren Jahrzehnten Betriebszugehörigkeit die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses. Im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens wurde geprüft, ob die Kündigung wegen Sozialwidrigkeit angefochten werden kann. Zur Beurteilung der maßgeblichen sozialen Auswirkungen wurde ein berufskundliches Sachverständigengutachten eingeholt.
Auf Grundlage des Gutachtens konnte die Sozialwidrigkeit der Kündigung nachgewiesen werden. Die Kündigung wurde erfolgreich angefochten und für rechtsunwirksam erklärt. Mein Mandant erhielt die ihm zustehenden Entgeltnachzahlungen für den Zeitraum seit Ausspruch der Kündigung.
Offene Entgeltansprüche nach Ende des Dienstverhältnisses
Ein Arbeitnehmer stellte nach Beendigung des Dienstverhältnisses fest, dass Überstunden, Sonderzahlungen und offene Entgeltbestandteile nicht vollständig abgerechnet worden waren. Die offenen Ansprüche wurden außergerichtlich und in Folge gerichtlich geltend gemacht.
Unberechtigte Entlassung
Nach einer fristlosen Entlassung aufgrund eines behaupteten Pflichtverstoßes wurde die Berechtigung der Entlassung und die daraus folgenden Ansprüche gerichtlich geprüft. Eine Anfechtung nach § 106 ArbVG zielt demgegenüber auf die rückwirkende Beseitigung der Entlassung und setzt zusätzlich einen Anfechtungsgrund nach § 105 Abs 3 ArbVG voraus. Im Zuge des arbeitsgerichtlichen Verfahrens konnte nachgewiesen werden, dass der meiner Mandantschaft vorgeworfene Sachverhalt keinen gesetzlichen Entlassungsgrund begründete.
Das Gericht stellte fest, dass die Entlassung unberechtigt war. In der Folge erhielt meine Mandantschaft die ihr zustehenden Entgeltnachzahlungen sowie sämtliche aus der unberechtigten Entlassung resultierenden arbeitsrechtlichen Ansprüche.
Der vormalige Arbeitgeber war zwischenzeitlich in Insolvenz geraten. Die nachzuzahlenden Ansprüche wurden daher beim Insolvenz-Entgelt-Fonds angemeldet und dort mit Bescheid zugesprochen und ausgezahlt.
Alle Fallbeispiele sind anonymisiert und in einzelnen Details verändert.
Häufig gestellte Fragen zum Arbeitsrecht
Kurze Antworten zu Kündigung, Entlassung, Auflösung, Überstunden und Arbeitsvertrag.
Möglichst sofort. Die Anfechtungsfristen nach § 105 ArbVG sind kurz und hängen davon ab, ob ein Betriebsrat besteht und wie er reagiert. In der Regel stehen dem Arbeitnehmer nur rund zwei Wochen zur Verfügung. Maßgeblich ist das Datum des Zugangs der Kündigung. Näheres unter Kündigungsanfechtung.
Halten Sie fest, wann, von wem und mit welcher Begründung die Entlassung ausgesprochen wurde, und sichern Sie die Unterlagen. Zu prüfen ist, ob ein gesetzlicher Entlassungsgrund vorliegt und ob der Arbeitgeber rechtzeitig reagiert hat. Je nach Fall kommen eine Anfechtung oder Ansprüche auf Kündigungsentschädigung und Abfertigung in Betracht. Dazu mehr unter Entlassung anfechten.
Nein, dazu besteht keine Verpflichtung. Eine einvernehmliche Auflösung kann in der Regel nicht nach § 105 ArbVG angefochten werden und kann mit einer Generalklausel auch offene Ansprüche erfassen. Lassen Sie sich den Entwurf aushändigen und vor der Unterschrift prüfen. Siehe einvernehmliche Auflösung.
Am besten mit eigenen, laufend geführten Aufzeichnungen über Beginn, Ende und Pausen, ergänzt durch Dienstpläne, E-Mails, Zutrittsdaten oder Zeugen. Der Arbeitgeber ist zur Führung von Arbeitszeitaufzeichnungen verpflichtet. Wegen oft kurzer kollektivvertraglicher Verfallsfristen sollten Ansprüche zeitnah schriftlich geltend gemacht werden. Mehr dazu unter offene Entgeltansprüche.
Idealerweise vor der Unterschrift, etwa bei All-in-Vereinbarungen, Konkurrenz- oder Rückzahlungsklauseln. Eine Prüfung ist auch sinnvoll, wenn sich Arbeitszeit, Entgelt oder Aufgaben ändern sollen. Arbeitgebern hilft sie, Klauseln rechtskonform zu formulieren. Siehe Arbeitsvertrag prüfen.
Insbesondere auf Kündigungsfrist und Kündigungstermin, die rechtzeitige Verständigung des Betriebsrats und einen möglichen besonderen Kündigungsschutz. Bei einer Entlassung kommen die unverzügliche Reaktion nach Kenntnis des Grundes und dessen Dokumentation hinzu.
Für das Erstgespräch vereinbaren wir eine Pauschale. Ob eine Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt, hängt vom Vertrag und der Deckungszusage ab. In Streitigkeiten nach § 50 Abs 2 ASGG, etwa einer Kündigungsanfechtung, steht ein Kostenersatz gegen die andere Partei erst vor dem Obersten Gerichtshof zu (§ 58 ASGG). Die Kosten besprechen wir vor Mandatsübernahme.
Hinweis: Die auf dieser Seite enthaltenen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und nach bestem Wissen aufbereitet. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Eine verbindliche rechtliche Beurteilung ist stets vom konkreten Einzelfall abhängig und erfordert eine eingehende Prüfung durch einen Rechtsanwalt. Eine pauschale Auskunft – insbesondere zu Erfolgs- oder Kostenfragen – ist nicht möglich. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen.
Erstberatung Arbeitsrecht – Rechtsanwalt in Wien
Schildern Sie kurz Ihren Sachverhalt – Sie erhalten eine klare Einschätzung zu Erfolgsaussichten, Fristen und Kosten. Termine sind persönlich in der Kanzlei in 1190 Wien oder als Video- bzw. Telefonberatung möglich.